Thomas Philipp Reiter

Wer ist Thomas Philipp Reiter?
Thomas Philipp Reiter moderiert bei „European Circle“ sein erstes eigenes TV-Format.

Der Hamburger Journalist lebt in Auderghem/Oudergem, Belgien, also im Herzen der Europäischen Union. Seit 1995 ist er im Dreieck zwischen Politik, Medien und Öffentlichkeitsarbeit zuhause. Nach einem journalistischen Volontariat gründete er noch als Student an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik seine erste eigene Kommunikationsagentur „POLIS®“ und engagierte sich in Wahlkämpfen des späteren Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust. 2003 wechselte er auf die andere Seite des Schreibtischs: in der niedersächsischen Landesregierung von Christian Wulff wurde er Pressesprecher zunächst für das Ressort Wissenschaft und Kultur, und 2007 des CDU-Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Wulff selbst. Nach einem anschließenden kurzen Ausflug als kommunikationsstrategischer Berater in der Landesregierung des Freistaats Thüringen bis 2009 kehrte Reiter in die Kommunikationsindustrie zurück und wurde politischer Analyst in Berlin. So begleitete er ab 2011 unter anderem als Studiokommentator bei N24 live die Prozesstage gegen Altbundespräsident Christian Wulff.

Er hat 2017 das Buch Unser belgisches Leben geschrieben. Es beschreibt die Beobachtungen einer Familie in Brüssel und Belgien. Dahinter verbirgt sich so viel mehr als Politik im schwankenden Europa. Es geht um Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Sprache, Erziehung und dem ganzen Leben.

Obwohl Thomas Philipp Reiter bereits 1987 seine erste politische Reportage aus dem Europäischen Parlament veröffentlichte („Mit Kommunisten und Sozialisten hat die EVP keine Berührungsängste“), zog er erst 2012 ganz nach Brüssel. Für ihn und seine Familie, die ursprünglich aus den Habsburgischen Niederlanden stammt, war es ein Zurück zu den Wurzeln. So beleuchtet Reiter als Deutscher und Belgier das Thema Europa aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Bis 2014 – dem Jahr, in dem auch die Talk-Show „Thomas Philipp Reiter“ startete – beriet er die FDP-Delegation im Europäischen Parlament. Reiter ist damit der einzige Pressesprecher, der zwei verschiedenen deutschen Landesparteien gedient hat. Aber nicht nur die Politik, auch größere und kleinere Wirtschaftsunternehmen vor allem im öffentlich-rechtlichen Bereich greifen regelmäßig auf Reiters Erfahrungsschatz an der Nahtstelle zwischen Regierenden und Regierten zurück. Als Hochschuldozent oder auch als Partner der Zentralen Fortbildung von ARD und ZDF (ZFP) versucht er, der nächsten Journalistengeneration einen Einblick in Vergangenheit und Gegenwart des Zusammenspiels zwischen Medien und Politik zu vermitteln.

„Wir kämpfen jede Woche in einem überhitzten Wettbewerb um die harte Währung Aufmerksamkeit für Europa“, erklärt Reiter. „Mal gewinnen wir, mal verlieren wir. Aber der Kampf ist niemals aussichtslos, denn die Zukunft ist global und multilingual. Europa ist manchmal undurchsichtig, bürokratisch, undemokratisch und langsam. Aber Europa ist auch unser aller Zukunft. Und auf die sollten wir uns freuen können.“